Elternfrühstück auf der Kinderkrebsstation

Heute ist es wieder soweit – unser gemeinsames Elternfrühstück.

Wir bereiten regelmäßig frische, herzhafte und süße Leckereien vor, damit die Eltern sich einen Moment Zeit nehmen können, durchzuatmen und wieder Kraft zu tanken.

Dieses Frühstück ist mehr als Nahrungszufuhr – es ist eine wertvolle Gelegenheit für Nähe, Austausch und Unterstützung. Inmitten von Behandlungszimmern und Wartezeiten bietet der Duft von frischen Brötchen, Obst und warmem Kaffee Raum für Gemeinschaft, Ermutigung und Zuversicht. Das tut allen gut!

Danke an alle Spender und Spenderinnen, die uns auch diese Art von Unterstützung ermöglichen.

Reisetagebuch Jakobsweg – 7. Etappe 2026 – 18.05.2026

Heute führte uns der Weg vom kleinen Pilgerörtchen Saint-Jean-Pied-de-Port nach Biddaray. Da ab heute die „entspannten“ Etappen beginnen, haben wir den Morgen ganz gemütlich angehen lassen. Um 7:30 Uhr gab es erstmal Frühstück – schließlich pilgert es sich mit vollem Magen deutlich motivierter.

Danach ging es tatsächlich ohne Rucksack los – eine echte Seltenheit und fast schon ein Gefühl von Freiheit. Unser Ziel: das Pilgerbüro, wo wir uns einen Stempel für den Pilgerpass abholen wollten. Und Büro trifft es wirklich auf den Punkt: Menschen aus aller Welt ließen sich dort in den verschiedensten Sprachen über den Camino beraten. Für einen simplen Stempel mussten wir sogar Schlange stehen. Verrückt – und irgendwie herrlich ungewohnt.

Nach dem offiziellen „Stempel-Spektakel“ schnappten wir wieder unsere Rucksäcke, bekamen von unserer Unterkunftsinhaberin noch schnell ein Abschiedsfoto verpasst und dann konnte es endlich losgehen.

Seit wir 2021 in Speyer auf dem Camino gestartet sind, führte unser Weg eigentlich immer Richtung Süden. Heute war Premiere: Zum ersten Mal liefen wir westwärts – Richtung Atlantik. Auch das fühlte sich irgendwie seltsam an.

Die Strecke selbst war heute wieder wunderbar ruhig. Komplett allein schlängelten wir uns an den Berghängen entlang, mal bergauf, mal bergab – natürlich immer begleitet von traumhaften Ausblicken auf die Berge, wirklich wunderschön. Nach etwa 12 Kilometern legten wir im kleinen Örtchen Otikorene Mittagspause ein. Und plötzlich – als hätte jemand eine Szene aus einem Heimatfilm gestartet – rannte einfach eine ganze Schafherde an uns vorbei. Fehlte eigentlich nur noch die passende Hintergrundmusik.

Außerdem befinden wir uns seit heute offiziell im Baskenland – einer Region, die sich über Teile Südfrankreichs und Nordspaniens erstreckt und ihre ganz eigene Kultur mitbringt. Nach insgesamt 23,3 Kilometern und rund 470 Höhenmetern erreichten wir schließlich unsere Unterkunft in Biddaray.

Reisetagebuch Jakobsweg – 7. Etappe 2026 – 17.05.2026

Heute standen 27,9 km von Arhansus nach Saint-Jean-Pied-de-Port auf dem Programm.

Der Abend zuvor hatte es in sich: Gemeinsam mit unseren herzlichen Gastgebern und zwei weiteren Pilgern aus Deutschland verbrachten wir einen richtig lustigen Abend. Nach einem 5-Gänge-Menü, zwei Flaschen Wein und natürlich einem weiteren Stempel im Pilgerheft ging es für unsere Verhältnisse ausgesprochen spät ins Bett.

Um halb 8 wartete schon das Frühstück auf uns. Danach hieß es: Rucksack auf und los! Nach gerade einmal 1,1 km knackten wir die 400-km-Marke – ein ziemlich verrücktes Gefühl! Der Weg führte uns anschließend über viele, sehr viele… schlammige Wege. Unsere Schuhe führen inzwischen vermutlich ein Eigenleben aus Matsch.

Nach 4 km erreichten wir Ostabat. Von dort ging es weiter – mal entlang der Straße, mal über ruhige Waldwege. Nach 14,9 km legten wir in Mongelos eine wohlverdiente Mittagspause ein, bevor uns der Weg mit einem wunderschönen Panoramablick auf die Pyrenäen belohnte. Ganz ehrlich: Für solche Ausblicke läuft man dann doch gerne weiter.

Bei Kilometer 23,5 erreichten wir Saint-Jean-le-Vieux und gönnten uns eine kurze Pause. Dort kamen wir mit zwei älteren Französinnen und einem Franzosen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass die beiden Frauen ebenfalls für eine Krebsorganisation für Kinder unterwegs sind – „Imagine for Margo“. Mit Händen, Füßen und Google Translate tauschten wir uns aus und haben uns wirklich sehr über diese besondere Begegnung gefreut. Solche Momente machen den Camino einfach besonders.

Nach insgesamt 27,9 km und 470 Höhenmetern erreichten wir schließlich Saint-Jean-Pied-de-Port. Es fühlt sich ehrlich gesagt ziemlich surreal an, hier angekommen zu sein und zu realisieren, wie weit wir inzwischen gelaufen sind.

Für viele Pilger beginnt hier erst der Camino – für uns neigt sich dagegen das Kapitel Frankreich langsam dem Ende zu. Und irgendwie macht genau das diesen Ort noch besonderer.