Reisetagebuch Jakobsweg – 7. Etappe 2026 – 06.05.2026

Am 6. Mai starten wir in unser fünftes Abenteuer auf dem diesjährigen Jakobsweg – und was sollen wir sagen: Es bleibt spannend. Unsere Etappe führt uns über etwa 26 Kilometer von Pellegrue nach La Réole. Pünktlich um 7 Uhr gehts los… und direkt wieder auf Asphalt. Als hätte der gestrige Tag nicht schon ausreichend davon geboten.

Nach rund drei Kilometern dann endlich ein kleines Highlight: Ein wunderschöner, etwa 1,5 Kilometer langer Abschnitt über Felder und Wiesen. Natur pur – wir waren kurz versucht, uns dort einfach niederzulassen und den Asphalt offiziell zu kündigen. Aber nein, der Weg (und leider auch der Asphalt) ruft. Und als wäre das nicht genug, setzt auch noch Regen ein. Natürlich genau dann, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann.

Kilometerlang marschieren wir weiter auf der Straße entlang – im Regen, versteht sich. Schließlich erreichen wir Saint-Ferme, wo uns eine beeindruckend große Klosterkirche erwartet. Dort sichern wir uns auch direkt unseren ersten Stempel des Tages – ein kleiner Triumph für durchnässte Pilgerseelen.

Weiter gehts – Überraschung! – auf Asphalt bis nach Coutures. Hier ergattern wir Stempel Nummer zwei und legen an der Kirche eine wohlverdiente Pause ein. Da wir unsere Unterkunft erst ab 16 Uhr beziehen können, beschließen wir, das Tempo etwas zu drosseln. Also: mehr Pausen, langsamer gehen… oder zumindest so tun, als würden wir es versuchen.

In Saint-Hilaire-de-la-Noaille, etwa vier Kilometer vor dem Ziel, gönnen wir uns noch eine letzte Pause. Doch kurz darauf meint es das Wetter noch einmal richtig ernst mit uns: Es schüttet wie aus Eimern, so dass wir uns tatsächlich unter einen Baum retten müssen.

Nach insgesamt 27,5 Kilometern erreichen wir schließlich das wunderschöne La Réole. Trotz müder Beine gehts noch schnell in den Supermarkt und wir belohnen uns mit einer Flasche Bordeaux. Ein kurzer Abstecher zur Mairie bringt uns dann auch noch unseren dritten Stempel des Tages ein. Mission erfüllt!

Fazit des Tages:
Die Strecke war absolut machbar und insgesamt wirklich in Ordnung. Unsere Körper haben sich mittlerweile an die Belastung gewöhnt. Das Wetter hingegen – sagen wir mal – hatte einen ausgeprägten Sinn für Abwechslung: Sonne, Regen, Wind… alles dabei. Aber auch das haben wir mit Humor, Durchhaltevermögen erfolgreich gemeistert.