Reisetagebuch Jakobsweg – 6. Etappe 2025 – 18.05.2025

An unserem zweiten Wandertag mussten wir ganz schöne Strapazen auf uns nehmen. Aber beginnen wir mal am Anfang.

Heute morgen sind wir um 7:30 Uhr losgelaufen, der Weg führte uns heute überwiegend auf Asphalt. In „Les Arches“, einer Töpferstadt, haben wir unseren ersten und einzigen Stempel erhalten.

Um 12 Uhr waren wir nach 12 km in dem Dörfchen „Chateaumeillant“ und haben erstmal die Boulangerie geplündert und uns 10 Minuten ausgeruht, bevor wir uns weiter auf den langen Weg gemacht haben. Um 14 Uhr haben wir nach 21 km hinter einer alten Lagerhalle unsere Mittagspause gemacht.

Die letzten 9 km haben sich, unter der brütenden Sonne, gezogen wie Kaugummi. Nach ca. 10 Stunden und 30,7 km sind wir in „Le Châtra“ ziemlich fertig angekommen. Katherine verbringt die Nacht heute in einer anderen Unterkunft und wir haben ein Apartment, wo wir uns jetzt schon auf die Nudeln freuen.

Der heutige Tag galt der gegenseitigen und eigenen Motivation. Ab Kilometer 25 war gefühlt jeder mit sich selbst beschäftigt. Die extreme Hitze und die Sonne haben die Situation nicht vereinfacht. Aber wir haben es geschafft und freuen uns, morgen nur 12 km laufen zu müssen (fast schon wie Wellness).

Reisetagebuch Jakobsweg – 6. Etappe 2025 – 17.05.2025

Der Weg war wunderschön, abwechslungsreich und wir hatten viele unterschiedliche Tiererlebnisse. Vom Hausschwein über Esel, einen Fuchs, vielen Kühe, einer Schlange und einer sehr beängstigenden Begegnung mit einem zähnefletschendem Hund war alles dabei.

Nach 16 km hatten wir an einer Kirche im Ort „Loye-sur-Arnon“ eine sehr gemütliche Mittagspause, danach haben wir uns noch die letzten 11 km bis zu unserem Zielort gequält. In „Bouzais“ haben wir einen Stempel in einer Pilgerunterkunft bekommen.

Nach 27,6 km und 9 Stunden laufen, sind wir endlich in „Le Châtelet“ angekommen. Unser Appartment lässt sehr zu wünschen übrig, die Hygiene ist katastrophal, das Internet ist kaum vorhanden und die Nachbarn sind auch eine spannende Erfahrung. Aber die Maccaronis und der Weißwein retten den Abend!