Reisetagebuch Jakobsweg – 7. Etappe 2026 – 04.05.2026

Heute stehen knackige 35 km von Mussidan nach Sainte-Foy-la-Grande auf dem Programm – also quasi ein gemütlicher Spaziergang… wenn man „gemütlich“ sehr großzügig auslegt.

Der Tag beginnt um 5:30 Uhr mit Frühstück. Kurz nach 6 gehts los – aber natürlich nicht ohne den wichtigsten Zwischenstopp: die Bäckerei. Dort sichern wir uns Nachschub fürs zweite Frühstück (lebenswichtig!), Mittagessen und Wasser, denn unsere Vorräte waren absolut leer.

Los gehts im Regen. Der Weg führt uns direkt in den Wald, wo wir erstmal schön vor uns hin marschieren. Nach etwa einer Stunde hat selbst das Wetter Mitleid und stellt den Regen ein. Es folgen rund 10 km durch den Wald – ruhig, grün, und ehrlich gesagt ein kleines Highlight des Tages.

Danach: Asphalt. Viel Asphalt. Sehr viel Asphalt. Kilometerlang. Der Moment, in dem man anfängt, wirklich jede einzelne Strecke zu hinterfragen.

Immerhin gibt es auch Erfolgserlebnisse: Wir ergattern unsere ersten drei Stempel für diese Etappe – kleiner Pilger-Glücksmoment inklusive.

Ansonsten bestand der Tag hauptsächlich aus… laufen. Und laufen. Und, Überraschung: noch mehr laufen.

Nach 35,1 km erreichen wir schließlich unser Ziel. Das Fazit? Es ist hart, es zieht sich ordentlich – aber es ist machbar. Und heute war definitiv so ein Tag, an dem jeder vor allem mit sich selbst beschäftigt war. Große Geschichten? Fehlanzeige. Aber hey, wir sind angekommen – und das zählt.