AKTUELL: 11.10.19 – Rhein-Neckar-Zentrum Viernheim: Dinetten für guten Zweck verkauft

Artikel aus dem “Viernheimer Tageblatt”, Autor: Daniel Klier
Viernheim (dk) – Mächtig ins Zeug legten sich Center-Manager Patrick Steidl und Werbebeiratsmitglied Doris Gimmy, denn auf dem Bauernmarkt am Rhein-Neckar-Zentrum rollten sie den Teig aus und belegten die Dinetten. Zur Auswahl stand die herzhafte Variante mit Kartoffeln, Speck und Käse oder das süße Stück mit Äpfeln, Nüssen und Karamell. Damit die Dinetten anschließend im Holzbackofen nicht verbrannten, überwachte Matthias Sauer den Prozess. Wer die selbstgemachten Leckereien kaufte, der unterstützte die Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe (Ortsverein Mannheim). Viele Projekte werden für die an Krebs erkrankten Kinder angeboten und helfen dabei, diese schwere Zeit zu überstehen. Auf dem Stadtplatz herrschte an den Marktständen den gesamten Freitag über wieder reger Trubel.

Fotos: Daniel Klier / Viernheimer Tageblatt

Ganz egal, ob rote Äpfel an den Bäumen, bunte Kürbisse auf den Feldern oder unter der Erde wachsende Kartoffeln – in vielerlei Hinsicht ist der Herbst eine tolle und gabenreiche Jahreszeit. „Hier auf dem Bauernmarkt merken wir das, wenn die Produkte präsentiert werden. Und was gibt es schöneres, als bei neuem Wein und Zwiebelkuchen ins Gespräch zu kommen“, verdeutlichte Patrick Steidl. Für den Center-Manager des Rhein-Neckar-Zentrums war es deshalb eine Selbstverständlichkeit, bei der traditionellen Charity-Aktion mitzumachen. „Zumal der Erlös einem guten Zweck zu Gute kommt. Da sagten wir sofort zu“, ergänzte Doris Gimmy, die dem Werbebeirat angehört und gleichzeitig Filialleiterin der „YeansHalle“ ist. Über die Hilfe freute sich Sandra Steinmetz vom Bauernladen Steinmetz in Lampertheim und bedankte sich dafür herzlich. Bei den Besuchern waren die Dinetten, vergleichbar mit einer Art schwäbischen Pizza, sehr beliebt. Auch an den anderen Ständen konnte der obligatorische Einkauf fürs Wochenende getätigt werden.
Elternhaus und Clown-Auftritt
Der Verkaufserlös der Aktion war für die Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe bestimmt. Almuth Ender und Michaela Siebig waren mit einem Informationsstand und reichlich Flyern vertreten. Im Jahr 1979 wurde der Ortsverein Mannheim gegründet. Eltern krebskranker Kinder, Ärzte und Freunde schlossen sich zusammen, um gemeinsam etwas gegen den Krebst bei Kindern zu unternehmen. Die Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe fördert zum einen die Forschung auf dem Gebiet der kindlichen Krebserkrankungen, zum andern berät diese Eltern und bietet finanzielle Unterstützung, wenn eine Bedürftigkeit vorliegt. Des weiteren erhält das Kinderklinikum Mannheim beim Ausbau der personellen, finanziellen sowie technisch-diagnostischen Ausstattung Unterstützung. Zum Beispiel gibt es das Elternhaus in Mannheim, welches von vielen Eltern genutzt wird. Alle sind froh und dankbar, am Ende eines langen Kliniktages hier zu entspannen und neue Kräfte für den kommenden Tag sammeln zu können. Der Auftritt von Clown Julchen ist immer wieder ein Höhepunkt und muntert die Kinder auf. Durch diese fröhlichen Momente kann die schwere Erkrankung zumindest für kurze Zeit vergessen bzw. in den Hintergrund geschoben werden. Zwei- bis dreimal in der Woche wird zudem eine Kunst- sowie Musiktherapie angeboten.
Etwa 2.000 Kinder und Jugendliche erkranken jedes Jahr neu an Leukämie und bösartigen Tumoren. „Noch vor über 30 Jahren war das fast gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Heute dagegen liegt die langfristige Überlebensrate zwischen 70 und 90 Prozent“, schilderten die Akteure des Vereins. „Ganz toll finde ich die Mut-Perlen“, sagte Doris Gimmy, die sich ebenfalls engagiert. Dabei handelt es sich um Belohnungen für die gesamte Behandlungszeit. Für jeden Eingriff oder jede Behandlungsprozedur erhalten die jungen Patienten eine dafür bestimmte Perle, die dann nach und nach auf eine Schnur aufgezogen werden – zum Beispiel für mehrere Piekse an einem Tag, Röntgen, Chemotherapie, Operation, Bluttransfusion oder die stationäre Aufnahme. Weitere Perlen stehen für einen Supertag oder einen schrecklichen Tag, den eigenen Geburtstag oder eine Prothese. Deshalb kann die Kette bunt werden und den krebskranken Kindern wieder Lebensmut schenken.
Breite Vielfalt auf dem Bauernmarkt
Bei der Familie Steinmetz wird der respektvolle Umgang mit der Natur, den Menschen und Lebensmitteln von Generation zu Generation weiter vermittelt. „Unser Ziel ist es, Lebensmittel von höchster Qualität und Frische so naturbelassen und schonend wie möglich zu produzieren, damit der Kunde einen echten Genuss erleben kann“, steht in der Philosophie des Betriebes geschrieben. Erhältlich auf dem Viernheimer Bauernmarkt sind neben Obst und Gemüse auch Putenspezialitäten, Wurst und Frischgeflügel, Honig, Weine und Torten. Immer freitags zwischen 8.30 und 18 Uhr sind die Markthändler aus der Metropolregion Rhein-Neckar auf dem Stadtplatz zwischen Center und Kinopolis vor Ort. Zusätzlich dazu finden an ausgewählten Markttagen Events und Informationsveranstaltungen rund um Landwirtschaft, Ernährung, Herstellung, Verarbeitung und das Zubereiten statt. In der herbstlichen Jahreszeit stehen Kürbisse, Kartoffeln und Weine im Fokus.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle Unterstützung, insbesondere bei Herrn Steidl, Frau Gimmy, Herrn Sauer sowie Frau Steinmetz!

Ganz herzlichen Dank auch an Herrn Daniel Klier vom Viernheimer Tageblatt für den schönen Bericht und die Erlaubnis, Fotos und Text zu veröffentlichen!