AKTUELL: 03.05.19 – Rhein-Neckar-Zentrum: Bei Charity-Aktion leckere Spargelpfanne zubereitet

Wir bedanken uns ganz herzlich für eine tolle Charity Aktion beim Rhein-Neckar-Zentrum Viernheim (Homepage / Facebook) und Frau Steinmetz von der W. + H. Steinmetz GbR aus Lampertheim (Homepage / Facebook).

Artikel aus dem “Viernheimer Tageblatt”, Autor: Daniel Klier
Leckere Spargelpfanne zubereitet

Foto: Daniel Klier / Viernheimer Tageblatt

Viernheim – Das Schälen von Spargel mag im ersten Moment ziemlich leicht erscheinen, doch es ist eine gewisse Konzentration und Genauigkeit erforderlich. „Es muss wirklich die komplette Schale ab sein, denn sonst ist es im Mund etwas unangenehm“, erklärte Sandra Steinmetz. Am Stand des Bauernladens Steinmetz aus Lampertheim erhielt sie tatkräftige Unterstützung von Center-Manager Patrick Steidl, Doris Gimmy und Wolfgang Kempf (Werbebeirat Rhein-Neckar-Zentrum). Stange für Stange wurde geschält, um dann zu einer leckeren Spargelpfanne verarbeitet zu werden. Einmal mehr war die Charity-Aktion auf dem Bauernmarkt ein voller Erfolg und sogar die Sonne kam zum Vorschein. Der Verkaufserlös war für die Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe, Ortsverein Mannheim, bestimmt. Jeden Freitag zwischen 8.30 und 18 Uhr hat der beliebte Bauernmarkt vor dem Kinopolis geöffnet.

Viele Kunden aus Nah und Fern nutzen den Bauernmarkt, um frische Produkte zu kaufen. Vor allem der direkte und persönliche Kontakt zu den Anbietern und die Regionalität sind wichtige Aspekte, lieber die Märkte unter freiem Himmel zu besuchen, als in den Supermarkt zu gehen. Passend zum Wonnemonat Mai waren die Stände mit einem Maibaum und bunten Bändchen geschmückt. Nachdem seit den letzten Tagen frischer Spargel auf den Feldern gestochen wird, ist dieser in immer mehr Haushalten auf den Tischen zu finden. Die von Adam Nulezny zubereitete Spargelpfanne mit Nudeln, Schinken, Lauchzwiebel sowie weißem und grünen Spargel war bei den Besuchern beliebt. Der Erlös war wieder für einen guten Zweck bestimmt. Dieses Mal profitierte davon der Ortsverein Mannheim der Deutschen Leukämie-Forschungs-Hilfe. Ganz unterschiedliche Projekte haben sich bestens etabliert und helfen den an Krebs erkrankten Kindern, die schwere Zeit zu überstehen. „Dort wird unglaublich viel ehrenamtliche Arbeit geleistet und solch eine tolle Sache unterstützen wir gerne“, so die Akteure. Ein Dank galt insbesondere den Kunden, die dies möglich machten.

Schwere Erkrankung kurz vergessen

Im Jahr 1979 wurde der Ortsverein Mannheim gegründet. Eltern krebskranker Kinder, Ärzte und Freunde schlossen sich zusammen, um gemeinsam etwas gegen den Krebst bei Kindern zu unternehmen. Die Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe fördert zum einen die Forschung auf dem Gebiet der kindlichen Krebserkrankungen, zum andern berät diese Eltern und bietet finanzielle Unterstützung, wenn eine Bedürftigkeit vorliegt. Des weiteren erhält das Kinderklinikum Mannheim beim Ausbau der personellen, finanziellen sowie technisch-diagnostischen Ausstattung Unterstützung. Zum Beispiel gibt es das Elternhaus in Mannheim, welches von vielen Eltern genutzt wird. Alle sind froh und dankbar, am Ende eines langen Kliniktages hier zu entspannen und neue Kräfte für den kommenden Tag sammeln zu können. Der Auftritt von Clown Julchen ist immer wieder ein Höhepunkt und muntert die Kinder auf. Durch diese fröhlichen Momente kann die schwere Erkrankung zumindest für kurze Zeit vergessen bzw. in den Hintergrund geschoben werden. Zwei- bis dreimal in der Woche wird zudem eine Kunst- sowie Musiktherapie angeboten.

Etwa 2.000 Kinder und Jugendliche erkranken jedes Jahr neu an Leukämie und bösartigen Tumoren. „Noch vor über 30 Jahren war das fast gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Heute dagegen liegt die langfristige Überlebensrate zwischen 70 und 90 Prozent“, schilderte Doris Gimmy, die dem Werbebeirat des Rhein-Neckar-Zentrums angehört und sich ebenfalls für die Leukämie-Projekte in Mannheim engagiert. „Ganz toll finde ich die Mut-Perlen“, sagte sie. Dabei handelte es sich um Belohnungen für die gesamte Behandlungszeit. Für jeden Eingriff oder jede Behandlungsprozedur erhalten die jungen Patienten eine dafür bestimmte Perle, die dann nach und nach auf eine Schnur aufgezogen werden – zum Beispiel für mehrere Piekse an einem Tag, Röntgen, Chemotherapie, Operation, Bluttransfusion oder die stationäre Aufnahme. Weitere Perlen stehen für einen Supertag oder einen schrecklichen Tag, den eigenen Geburtstag oder eine Prothese. Deshalb kann die Kette bunt werden und den krebskranken Kindern wieder Lebensmut schenken.

Ganz herzlichen Dank auch an Herrn Daniel Klier vom Viernheimer Tageblatt für den schönen Bericht und die Erlaubnis, Foto und Text zu veröffentlichen!